Bundesinnung der Hörakustiker KdöR
Weltweiter Tag gegen Lärm am 30. April 2025
Auszeit vom Audiostreaming
Mainz (ots)
Lärm ist allgegenwärtig, Stille gibt es kaum - zumindest nicht in Städten. Es gibt aber auch viele Menschen, die Stille nicht mögen. Zum Einschlafen hören sie Musik oder Podcasts, mit dem Aufstehen wird zuhause und unterwegs über Earpods für eine akustische Dauerberieselung gesorgt - Audiostreaming (fast) ohne Auszeit für die Ohren.
Anlässlich des internationalen Tages gegen Lärm, der am 30. April unter dem Motto "Ruhe rockt!" stattfindet, gibt Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), Tipps, wie man den Ohren zwischendurch eine Pause gönnt, sensibler für die Dauerbeschallung wird und einer Hörschädigung vorbeugt.
Höchstarbeit zu jeder Zeit
Das menschliche Gehör ist enorm leistungsfähig; es kann Töne von etwa 20 Hertz bis 20.000 Hertz wahrnehmen, also tiefe Frequenzen wie Donnergrollen oder Schiffssirenen und hohe wie das Zirpen von Grillen. Es verarbeitet unterschiedliche Klangfarben und Lautstärken. "Permanent prasseln Geräusche auf uns ein, die automatisch verarbeitet und gefiltert werden, egal ob es sich um das Piepsen von Smartphones, Warntöne aller Art oder Verkehr- oder Baustellenlärm handelt", erklärt Hörakustikmeister Eberhard Schmidt.
Auszeit vom Alltagslärm
Während die Augen nachts geschlossen werden und Pause haben, sind die Ohren immer auf Empfang, nicht zuletzt, weil sie ursprünglich eine wichtige Warnfunktion erfüllen. Die allgegenwärtigen Geräusche im Alltag können aber nicht nur als störend empfunden werden, sondern auch der Gesundheit schaden, das reicht vom Stress bis zur möglichen Hörschädigung. "Es ist ratsam, sich bewusst zu machen, wie viel unser Gehör leistet, jeden Tag, rund um die Uhr, schon vor der Geburt und idealerweise ein Leben lang. Gelegentliche Pausen von ein paar ruhigen Minuten können eine Wohltat sein, nicht nur für den Hörnerv. Nach Möglichkeit sollte man diese fest in den Alltag integrieren. Diese Augenblicke der Stille kommen nicht nur den Ohren zugute, sondern sie gönnen gleichzeitig dem Gehirn eine Pause, denn das eigentliche Hörverstehen, findet im Hörzentrum statt. Dort werden die Töne und Geräusche erkannt und interpretiert", erklärt Eberhard Schmidt.
Neben gezielten Ruhephasen sollte generell darauf geachtet werden, dass man einen Gehörschutz nutzt, wenn man sich hohen Lautstärken aussetzt.
Achtung Hörschädigung
Die wenigstens Menschen können ihr Gehör objektiv einschätzen. Hinweise auf einen Hörverlust gibt oft erst das soziale Umfeld. "Bei einem Verdacht, dass Hören und Verstehen sich verändert haben oder schwieriger werden, empfiehlt sich der Gang zum Experten. Ein Hörtest kann Aufschluss über die eigene Hörfähigkeit geben und bei entsprechendem Ergebnis Anlass sein, sich mit dem Thema Hörsystem zu beschäftigen", rät Eberhard Schmidt. Durch eine individuelle Hörsystemanpassung können sich mögliche Hörverluste ausgleichen lassen, je früher, desto schneller. Denn mit der Zeit verlernt der Mensch das Hörverstehen, was nach Jahren schleichender Schwerhörigkeit erst wieder neu erlernt werden muss. Die Hightech-Systeme werden durch eine Hörakustikerin oder einen Hörakustiker an den individuellen Hörverlust angepasst und können für ein ausgezeichnetes Hörerlebnis sorgen.
Mehr Informationen rund ums Hören gibt es unter:
https://www.richtig-gut-hoeren.de
Pressekontakt:
Nadine Röser, Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, roeser@biha.de
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